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Published on November 30th, 2014 | by Vanessa S.

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Wie Gewaltfreie Kommunikation unser Leben verbessern kann

Viele zwischenmenschliche Beziehungen sind geprägt von Konflikten. Diese entstehen aufgrund unerfüllter Bedürfnisse der einzelnen Parteien. Um einfühlsamer miteinander umzugehen, existiert eine konkrete Methode: Die Lehre der gewaltfreien Kommunikation.

Diese wurde von Dr. Marshall B. Rosenberg entwickelt. Es handelt sich dabei um eine recht simple Methode um zwischenmenschliche Beziehungen harmonisch und konfliktfrei zu gestalten.

Die Lehre basiert auf vier Elementen: „Beobachtung“-„Gefühl“-Bedürfnis“-„Handlung“.

Rosenberg fasst die Kommunikationsart der GFK in folgendem Satz zusammen: „Wenn a, dann fühle ich mich b, weil ich c brauche. Deswegen bitte ich jetzt um d.“

Um dies noch ein wenig zu verdeutlichen möchte ich die Anwendung dieser Lehre exemplarisch darstellen. Hierzu greife ich eine der üblichsten Konfliktursachen auf. Nämlich Unordnung. Eine solche Situation kennt wahrscheinlich jeder. Man wohnt mit seinem/er Freund/in oder dem/r Ehemann/frau zusammen und ihr/e Lebenspartner/in tendiert dazu sehr unordentlich zu sein.

Natürlich stört einen das, denn man bevorzugt eine schön aufgeräumte Wohnung. Folglich spricht man den Verursacher darauf an. Hieraus resultiert meist ein Streit, da sich die andere Person angegriffen fühlt. Um solche unnötigen Streitereien zu vermeiden bietet sich, mit Bezug auf die bereits erwähnte Methode, folgendes an:

eine klare Ausdrucksweise:

Dazu gehört es, die Beobachtung einer konkreten Handlung zu schildern. Dies sollte allerdings ohne eine Bewertung oder Interpretation geschehen, denn dadurch kann sich der Gesprächspartner angegriffen fühlen und ein Streit entsteht.

In diesem konkreten Fall würde das bedeuten seinem gegenüber klarzumachen, dass das Verunreinigen der gemeinsamen Wohnung einen persönlich stört.

Im folgenden Schritt sollte man seine mit dieser Handlung verbundenen Gefühle ausdrücken:

Man fühlt sich deshalb beispielsweise unwohl in den eigenen vier Wänden und wird unzufrieden.

Anschließend sollte man das hinter diesem Gefühl stehende Bedürfnis erklären:

Dieser Schritt ist wichtig um zu verdeutlichen, dass die empfundene Unzufriedenheit lediglich aus dem unbefriedigten Bedürfniss der Ordnung resultiert. Also eigentlich man selbst und nicht die andere Person daran schuld ist. Diese Aussage wird die Gesprächsatmosphäre deutlich angenehmer gestalten, da der Gesprächspartner keine Anschuldigungen an den Kopf geschmissen bekommt.

Auf dieser Grundlage kann man nun seine Bitte formulieren:

Diese Bitte impliziert die gewünschte Handlung der anderen Person.

Aufgrund den vorangegangenen Schritten wirkt dieser Handlungswunsch allerdings nicht wie ein Vorwurf, der meist auf Widerstand trifft, sondern eher wie das Eingestehen persönlicher Schwächen (nämlich das man sich nicht Wohlfühlen kann wenn keine Ordnung in der Wohnung herrscht).

Um dem Gesprächspartner die eigene Situation noch deutlicher zu machen kann man auf des Weiteren versuchen, der anderen Person die eigene Situation klarzumachen indem man sie darum bittet sich in die eigene Situation zu versetzten. Hierzu kann man beispielsweise eine imaginäre Situation beschreiben in der man selbst etwas tut was die andere Person extrem stört. Nun wendet man wieder die vier grundlegenden Elemente der gewaltfreien Kommunikation an, bezieht sie aber auf den anderen.

Auch hier ist eine Erläuterung der Beobachtung wichtig.

Anschließend muss man erneut die dabei empfundenen Gefühle ausdrücken. Diesmal allerdings die des anderen.

Darauf aufbauend muss man nun erneut das dem Gefühl zugrunde liegende Bedürfnis schildern und anschließend die gewünschte Handlung formulieren. Dadurch das man nun an die Empathie des anderen appelliert wird dieser die eigene Handlungsweise überdenken und im Idealfall ändern.

Umgekehrt muss man selbstverständlich genauso die Bedürfnisse des anderen berücksichtigen und seine eigenen Handlungsweisen mithilfe dieser Lehre immer wieder hinterfragen. Das heißt konkret:

– könnten meine Handlungen oder Verhaltensweisen den anderen Stören?

Wenn ja,

– wie fühlt sich die andere Person?

Und

– welche Bedürfnisse stehen hinter diesen Gefühlen?

Um das Wohlbefinden der anderen Person sicherzustellen kann man nun sein eigenes Verhalten ändern.

Zusammenfassend heißt das also:

Um mit anderen gewaltfrei kommunizieren zu können ist es von großer Wichtigkeit ihre Beobachtung ohne Wertung zu schildern und anschließend die damit einhergehenden Gefühle zu verdeutlichen. Danach sollte man die Bedürfnisse erläutern die hinter diesen Gefühlen stehen und schließlich um eine bestimmte Handlung bitten.

Durch das Anwenden der Lehre der gewaltfreien Kommunikation lässt sich somit, einfacher als man vielleicht denken mag, viel Stress und die daraus resultierende Unzufriedenheit vermeiden.

 

 

Foto: © thingamajiggs / Fotolia.com


Über den Autor

ist unsere liebste Autorin und Männer-Beraterin. Sie ist ein regelrechter Shopaholic, liebt es zu reiten und mit ihren Freunden Karaoke zu singen.



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