Life & Fun Whiskey-Kenner

Published on Februar 2nd, 2017 | by Randolph

0

Whisky für Anfänger

Männer, die sich beim Stammtisch treffen, greifen meist auf eine Flasche Bier zurück. Doch wer etwas mehr Klasse und gleichzeitig Männlichkeit zeigen möchte, könnte alternativ auch einen Whisky als Getränk wählen. Doch was muss man dabei beachten? Welche Arten von Whiskys gibt es und wie trinkt man sie am besten?

Whiskey Fässer

Vom Scotch bis zum Single Malt

Wie man bei Bieren zwischen Hellem, Weißbier, Dunklem oder anderen unterscheidet, trennt man auch die verschiedenen Arten von Whiskys. Die größten Unterschiede bestehen dabei in der verwendeten Getreidesorte, der Reinheit und der Dauer der Reifung. Eine sehr lange Lagerdauer weist ein sogenannter Malt Whisky auf. Das „Malt“ steht dabei für Malz und zeigt, dass das Getränk gemälzte Gerste enthält. Zu den bekanntesten und gleichzeitig hochwertigsten Vertretern dieser Art gehört der Single Malt Whisky. Dieser wird nur in einer einzigen Destillerie hergestellt. Kenner schätzen die Tatsache, dass es sich dadurch nicht um einen billigen Verschnitt aus mehreren Brennereien handeln kann. Sind dagegen mehrere Destillerien beteiligt, wird das dabei entstandene Produkt Pure Malt Whisky genannt. Die Malt Whiskys erhalten ihren Namen also auf Grundlage ihrer Zutaten. Die Zusätze im Namen verdanken sie ihrer Herkunft.

Das Alter dient der Namensgebung dagegen bei den ebenso bekannten Scotch Whiskys. Dabei handelt es sich um Whiskys, deren Lagerung in einem Holzfass erfolgt und mindestens eine Dauer von drei Jahren aufweist. Malt und Scotch Whiskys werden hauptsächlich in Schottland hergestellt. In Irland, den USA und Kanada nutzt man statt der gemälzten Gerste oft andere Getreidesorten wie Roggen, Weizen oder Hafer. Die dabei entstandenen Schnäpse nennt man Grain Whiskeys. Klassischerweise werden diese mit einem zusätzlichen „e“ als vorletzten Buchstaben geschrieben. Ein Bourbon entsteht, wenn ein solcher Grain Whiskey mit Mais hergestellt wird. Der Anteil an Mais muss dabei mindestens 51 Prozent betragen. Liegt er bei über 80 Prozent, nutzt man alternativ die Bezeichnung „Corn Whisky“. Die letzte nennenswerte Art von Whiskys ist der Blend Whisky. Dieser kommt zustande, wenn mehrere der bereits genannten Arten miteinander vermischt werden. Er genießt unter Kennern keine besondere Beliebtheit.

Whiskey-Flaschen

Der richtige Umgang

Hat man sich für eine bestimmte Whisky-Art entschieden, muss man sich für den Kauf einer Flasche festlegen. Dafür ist vor allem das Aroma ein wichtiger Faktor. Die einschlägigsten Aromen sind rauchig, mild, fruchtig und aromatisch. Sie werden vom Hersteller bei jeder Flasche angegeben. Welches Aroma am besten zu einem passt, muss man durch Ausprobieren herausfinden. Neben dem Aroma sind allerdings auch der Hauptgeschmack und der Abgang von Bedeutung. Auch sie werden vom Hersteller grundsätzlich angegeben. Je nach Herstellungsart, Herkunft und Art der Reifung sowie deren Dauer können sie stark variieren. Ob nun ein malziger oder würziger Geschmack besser ist, oder eine leichte Weinnote im Abgang gewünscht wird, liegt allein beim Kunden.

Auch beim Trinken selbst gibt es einige Dinge, die man beachten sollte. In Clubs oder Bars wird Whisky oft mit den verschiedensten Getränken gemischt. Für einen wirklich guten Tropfen ist dies jedoch zu verschwenderisch. Pur trinken sollte man ihn jedoch trotzdem nicht, auch wenn einige angebliche Whisky-Kenner darauf schwören. Ideal ist die Zugabe von Wasser. Die Menge kann jeder selbst bestimmen. Allerdings sollte man bei Whiskys, deren Geschmack man noch nicht kennt, eher mehr Wasser untermischen. Das Wasser verhindert, dass der Alkohol, der in Whiskys bekanntlich einen hohen Anteil hat, die Geschmacksrezeptoren der Zunge angreift und somit das Erlebnis verdirbt. Gelagert werden sollte ein Whisky bei etwas unter Zimmertemperatur. Auch die Luftfeuchtigkeit sollte dabei nicht zu hoch sein. Wenn die Flasche bereits geöffnet wurde, gilt es den Luftanteil darin zu verringern, da der Whisky sonst an Geschmack verliert. Dazu kann man einfach ein paar Glasperlen in die Flasche geben oder den Whisky in ein kleineres Gefäß schütten.

 

Fotos: © pixabay.com – annca, skeeze, MonicaVolpin


Über den Autor

Randolph beschreibt sich selbst als Exzentriker und absoluten Hedonisten. Sein großes Vorbild ist der Schriftsteller Oscar Wilde.



Back to Top ↑

Aus technischen und statistischen Gründen, verwenden wir auf unserer Webseite Cookies. Bitte akzeptieren Sie Cookies über den entsprechenden Button. Weitere Infos zum Datenschutz

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen