Fitness & Sport Das Training im Judo kann eine tolle Ergänzung sein für die Selbstverteidigung

Published on Juli 9th, 2018 | by Sebastian D.

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Judo zur Selbstverteidigung – Wie effektiv ist es?


Judo als Kampfkunst kann sich mit dem richtigen Training tatsächlich als hilfreich im Straßenkampf erweisen. Wenn Angreifer versuchen, dich zu packen oder zu Fall zu bringen, weil sie stärker und größer sind, kannst du ihnen beweisen, dass sie sich mit dem Falschen angelegt haben. Ein Judo-Experte sollte sich dieser Vorteile wirklich bewusst sein, besonders wenn er es mit handgreiflichen Personen zu tun hat.

Vorteile und Nachteile von Judo auf der Straße

Beim Judo gibt es in der Selbstverteidigung drei bedeutende Vorteile

Die Art und Weise wie Schläger angreifen – Ein Angreifer wird nur selten einen komplizierten Quer-Links-Haken-Rechts-Uppercut wählen. Es ist häufig ein einziger Schlag, dem drohende Gesten, ein einschüchterndes Auftreten oder verbale Aggression vorausgehen. Möglicherweise wird er einen Arm auf deine Schulter oder anderswo legen um seine Dominanz zu signalisieren.

Der Boden – Straßenkämpfe finden meist auf hartem Grund statt, wie Beton oder Asphalt. Schläger glauben normalerweise, dass die ganze Welt ihnen gehört und denken nicht über mögliche Konsequenzen nach. Wenn du also nicht gerade einen Selbstfallwurf / Opferwurf vornehmen musst, um dein Leben zu retten, dann wirst du dafür sorgen können, dass dein Gegner schnell Bekanntschaft mit dem Boden machen wird, was ihm schwere Verletzungen bescheren kann.

Der Schwerpunkt – die natürliche Abwehrbewegung eines Judoka setzt den Schwerpunkt nach unten und beugt die Knie. Das bedeutet, dass der Verteidiger ein schwieriges Ziel für einen erfolgreichen Takedown oder einen Hebel ist.

Judo bietet einige Techniken im Strassenkampf

Nachteile von Judo in der Selbstverteidigung

Allerdings gibt es auch drei entscheidende Probleme, die man beachten muss, wenn man sich mit Judo verteidigen will:

Kampf gegen mehrere Gegner – Es ist etwas schwierig, mehr als einen Angreifer zu bekämpfen, denn Judo ist für den Kampf gegen einen Gegner konzipiert. Deshalb ist es in vielen Fällen entscheidend, wenigstens auf den Füßen zu bleiben.

Anfälligkeit für Tritte, Stöße und gerade Schläge – schau dir einfach den Kampf zwischen Hidehiko Yoshida und Mirko Cro Cop an – wenn der Judokämpfer getroffen wird, dann ist es schwierig für ihn, sich zu nähern. Kein Clinch, kein Erfolg!

Bewaffnete Gegner – wenn ein Messer, ein Schlagstock oder andere Waffen im Spiel sind, dann hat Judo darauf keine angemessene Antwort. Hier sollten ergänzend Krav Maga oder Systema-Stunden genommen werden.

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Effektive Techniken im Judo

Um einen kurzen Auszug aus dem vielfältigen Repertoire von Judo-Würfen zu bieten, haben wir die folgende Liste erstellt:

Ippon seoi nage – Ein Brutalo macht häufig einen Fehler, indem er den Arm auf die Schulter eines Judokas legt. Wenn man ihn anschließend hart auf den Boden knallt, schaltet man ihm damit die Lichter aus. Eine mögliche Kopfverletzung ist die Folge.

Kubi nage – Wenn ein Angreifer die Hände um deine Taille wickelt, so muss um jeden Preis ein Aufprall verhindert werden, weshalb du schnell sein musst. Nimm seinen Hals und führe einen Kubi-Nage aus. Du musst etwas Abstand aufbauen, da dieser Move unmöglich ist, wenn die Körper zu Nahe aneinander sind. Ein Schritt nach hinten bewirkt hier Wunder.

Harai Goshi – Die MMA-Variante dieses Wurfes ist sehr einfach durchzuführen. Lass den Gegner nah ran und lege dein Bein unter seines, während du seinen Kopf langsam nach unten drückst und dich drehst. Damit legst du die Basis für den Bodenkampf und eine gewaltige Flut an Schlägen.

Fazit

Ein guter Judokämpfer wird sich in den meisten Fällen von einem Kampf fernhalten, doch hat er manchmal keine andere Wahl als einzuschreiten oder sich zu verteidigen. Beachte drei entscheidende Regeln dabei: Sei der aktive durchschlagende Part, reagiere explosiv und laufe anschließend so schnell du kannst. Grappling mag gut sein, aber nicht wenn du es mit mehreren Angreifern zu tun bekommst, die vielleicht noch Flaschen oder andere Waffen dabei haben. Letzten Endes muss ein geschulter Kämpfer sich mehrere Kampfkunstarten ansehen und damit seinen Horizont erweitern, da er ansonsten häufig zu Trugschlüssen in Sachen Realismus gelangt. Gerade Judoka sollten sich deshalb auch einmal Combat Sambo, Systema oder Brazilian Jiu Jitsu anschauen.

 

 

Foto: © pixabay.com – Bizzari, ToNic-Pics


Über den Autor

ist ein absoluter Fitness-Freak und Kampfkunst-Fanatiker. Wenn er nicht gerade Artikel für mannblogger schreibt, ist er an den Stränden Europas bei seinen drei Lieblingstätigkeiten zu finden: Trainieren, Surfen und Feiern.



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