Fitness & Sport Mediation als Schlüssel

Published on Juli 29th, 2013 | by admin

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Das Geheimnis innerer Kampfkünste

Chinesische Kampfkunst erfreut sich in vielen Teilen der Welt zunehmender Beliebtheit. Für die einen ist es Freizeitsport, für die anderen dagegen eine mit Entschlossenheit und Ernsthaftigkeit verfolgte Aufgabe: die Suche nach innerer Stärke und Erkenntnis.

Innere und äußere Kampfkunst

Kampfkünste werden in China seit der vorletzten Jahrhundertwerde in zwei Gruppen unterteilt: die äußeren Kampfkünste (Wàijiāquán) und die inneren Kampfkünste (Neijiaguan). Diese Einteilung, die von manchen Kritikern als willkürlich und daher nicht zwingend erforderlich angesehen wird, entstand zu einer Zeit, in der China von verschiedenen Seiten bedroht war und seine nationale Stabilität und Identität einzubüßen drohte. Um letztere zu fördern, entwickelte man die zwei Kampfkunstfamilien als Erbe chinesischer Kultur und stützte sich dabei auf rudimentär vorhandene uralte Quellen. Die Einteilung wurde sehr populär und ist bis heute beibehalten worden.
Äußere Kampkünste zeichnen sich dadurch aus, dass Stärke und Geschicklichkeit im Vordergrund stehen. Zu ihnen zählen Karate, Taekwando, Kung Fu u. v. a. Inneren Kampfkünsten dagegen liegt die Vorstellung zu Grunde, dass ein schwacher Gegner einen starken z. B. durch Ausweichen besiegen kann, also keinen direkten Widerstand leisten muss. Illustriert wird dies durch eine Überlieferung des vermeintlichen Begründers der inneren Kampfkünste, Zhang Sanfeng, der einen Kranich und eine Schlange beim Kampf beobachtete. Die Schlange siegte gegen den überlegenen Kranich, indem sie ihm permanent auswich, bis der Kranich erschöpft sein Vorhaben aufgab.
Das Beispiel macht deutlich, was die inneren von den äußeren Kampfkünsten trennt: Es ist die Fokussierung auf die innere Kraft, die den Körper zu allen Bewegungen anleitet. Äußere Kampfkünste setzen dagegen auf reine Muskelkraft und auf außen wirkende Stärke. Zu beachten ist an dieser Stelle allerdings, dass gewisse Aspekte beider Kampfkunstrichtungen auch in der jeweils anderen Disziplin eine Rolle spielen können.

 

Prinzipien der inneren Kampfkünste und das Qi

Zentrales Element der inneren Kampfkünste ist Qi: Die innere Energie, die alles durchdringt. Wer innere Kampfkünste praktiziert, wird durch die Anwendung der Prinzipien und durch kontinuierliche Übung in die Lage versetzt, diese Energie wahrzunehmen und einzusetzen.
Die Prinzipien sind Ausfluss der wesentlichen Merkmale innerer Kampfkünste: Innere Kraft, die auf Ausgeglichenheit und dem Zusammenwirken zwischen Körper, Geist und Seele beruht. Daher gilt als Prinzip innerer Kampfkünste, dass Bewegungen fließend und entspannt ausgeführt werden, dass der Körper durch kontinuierliche Übung besser wahrgenommen wird und dass Geist und Körper in einen bewussten Einklang miteinander gelangen. Dies wird durch fortlaufendes Training der mentalen Fähigkeiten und durch das Einüben von Bewegungsabläufen und Techniken erreicht. Dies findet sich in den drei klassischen inneren Kampfkünsten wie auch in ihren Abwandlungen und weiteren Formen wieder.

Die drei klassischen inneren Kampfkünste

Taijiquan bedeutet vereinfacht Schattenboxen. Durch dieses wird insbesondere die Vorstellung entwickelt, außen weich und innen hart im Sinne von ausdauernd und stark zu sein. Baguazhang ist die Kampfkunst der Acht Trigramme. Durch Übungen in Kreisform wird die Beweglichkeit trainiert und die Möglichkeit erworben, mehrere Gegner auf einmal schlagen zu können. Xingyiguan schließlich bedeutet „mit einem Angriff zum Sieg“, d. h. mit einer explosionsartigen Attacke wird der Gegner überrannt und geschlagen, wobei auch hier die Kraft aus dem Inneren stammt.

Das Training der inneren Kampfkunst führt zu Selbsterkenntnis und Gelassenheit. Es gibt viele Überlieferungen von Meistern, die durch das Training nahezu unangreifbar wurden. Die Beschäftigung damit lohnt sich somit für den Praktizierenden jeder Kampfkunstschule, sei es Boxen oder Kung Fu.

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Foto: © Morguefile.com – mariocom20


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