Fitness & Sport Kampfkunst

Published on Oktober 5th, 2017 | by Sebastian D.

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Wie findet man ein gutes Kampfkunsttraining?

Es gibt Angebote, bei denen zahlt der Schüler nur drauf und lernt fast nichts oder sogar Techniken, die seine Selbstverteidigungsfähigkeiten noch einschränken. Wir wollen hier fünf Punkte aufführen, wie man ein anständiges Trainingsumfeld bestimmen kann.

Der Trainer

Es hängt viel vom Kampfkunsttrainer ab. Ist er engagiert? Hat er Zeit dich zu korrigieren und zu beraten? Welche Erfahrung hat er, welchen Hintergrund? Ein erfahrener Ex-Soldat der Sowjetunion unterrichtet dich anders als ein Fitness-Instructor der zwei Wochenendkurse in den USA oder Israel besucht hat. Hat man wenig Erfahrung sollte man lieber etwas zu kritisch sein, als zu gutgläubig. Fühlt sich das richtig an, was der Trainer unterrichtet? Wirkt er kompetent? Führt er die Techniken anständig vor?

Eine gute Methode ist es sich selbst einmal als Testobjekt für eine Technik herzugeben, wenn der Trainer sie vorführt. Wenn man dann einen Unterschied merkt zwischen dem Gefühl vom Trainer umgeworfen zu werden oder von einem seiner Schüler, dann spürt man der Mann kann zumindest in diesem Punkt etwas vorweisen.

Die Klassen

Man sollte die Anfängerkurse und die Fortgeschrittenenkurse unter die Lupe nehmen. Wo sind die Unterschiede? Kann man in den Fähigkeiten der Trainierenden eine signifikante Entwicklung sehen? Sind die Übungen härter und realistischer?

Meist kann der Trainer nicht alle Trainierenden im Auge behalten, weshalb die Schüler ebenfalls einen Grad an Kompetenz aufweisen sollten. Man kann dann einfach fragen, wie lange sie dabei sind und einschätzen wie gut sie die Techniken beherrschen.

Zudem muss natürlich die Chemie stimmen. Man sollte sich wohlfühlen, aber gleichzeitig darauf achten, dass man die Schule nicht bloß deswegen ablehnt, weil es einem zu hart vorkommt. In den Schulen kannst du dir die Gegner aussuchen, im wahren Leben nicht.

Der Grad an Realismus

Können die Techniken in voller Schnelligkeit und Kraft im wahren Leben eingesetzt werden oder sehen sie nur als Choreographie gut aus? Wird auch mal außerhalb der Halle trainiert auf hartem Grund? Werden Waffen verwendet? Trägt man immer nur einen Trainingsanzug oder auch mal Schuhe? Gibt es ein Training gegen mehrere Gegner? Auf engem Raum? Gibt es ein Sparring und Bodenkampfübungen?

Wenn du natürlich einfach einen netten Sport betreiben magst um dich fit zu halten oder aus Spaß, dann ist dieser Punkt hinfällig. In dem Fall kannst du dir lieber Wettbewerbe der Schwarzgurte ansehen oder beobachten wie durchtrainiert die Fortgeschrittenen sind.

Die Kosten

Einige Kampfkunstunternehmen finden es lustig, die “guten” Techniken erst auf teuren Seminaren preiszugeben. Damit ködern sie einen, immer mehr Kurse zu belegen und große Summen an Geld zu investieren, bevor man eine solide Ausbildung erhält. Andere Firmen erwähnen ihre Preise ganz bewusst nicht auf ihren Webseiten und wenn man anruft erhält man die Information “Komm erst einmal zum Probetraining”. Das ist unseriös und sollte stets Skepsis hervorrufen.

Wenn die Schule von dir verlangt einen Jahresvertrag zu unterzeichnen, dann sollten diesem Vertragsschluss wenigstens zwei Probetrainings vorausgehen. Übrigens sollte der Vertrag in Ruhe zu Hause unterzeichnet werden und nicht völlig entkräftet und dehydriert nach dem Training. Man kann ihn dann einfach zum nächsten Mal mitbringen.

Der Standort des Vereins

Wenn der Trainingsort zu weit weg ist, wird unter Umständen die Motivation darunter leiden. Wenn man hingegen sofort nach der Arbeit etwas Stress abbauen kann durch ein solides Training oder das Dojo gleich um die Ecke liegt vom eigenen Zuhause, dann ist Distanz kein Hindernis.

 

Fotos: © pixabay.com – SFReader

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Über den Autor

ist ein absoluter Fitness-Freak und Kampfkunst-Fanatiker. Wenn er nicht gerade Artikel für mannblogger schreibt, ist er an den Stränden Europas bei seinen drei Lieblingstätigkeiten zu finden: Trainieren, Surfen und Feiern.



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