Life & Fun Selbstwertgefühl verbessern

Published on Juli 8th, 2017 | by Rai Schrader

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Selbstwert

Es gibt etwas, was jeden von uns beschäftigt. Manchmal auf quälende Weise, weil es so unmittelbar wichtig für unser täglich Leben ist. Es hält uns oft sogar in Ketten, über die wir uns nicht immer bewusst sind:

Die eigene Macht, das Profil unserer Persönlichkeit.

Viele glauben Selbstwert habe etwas mit Status zu tun. Sie definieren ihren persönlichen Selbstwert darüber. Was für einen Job man hat, wo man in der Hierarchie steht, ob man Number One im Sport ist, gut aussieht, usw.. Der ganze Kram halt, den die Gesellschaft als Winner-Typen postuliert. Dem rennen wir dann oft hinterher und je nachdem wie wir diese Glaubensüberzeugungen erfüllen, bekommen wir Rückmeldung aus dem Leben, anders gesprochen: Bestätigung vom Gegenüber, von dem persönlichen, sozialen Umfeld. Wenn man genau hinschaut, ist es immer eine Reflektion unserer persönlichen Überzeugungen, dass was wir glauben darstellen zu müssen, damit unser persönlicher Selbstwert Anerkennung bekommt.

Das erfüllt uns dann mit Befriedigung. Gut.

Oder eben auch nicht.

Manchmal funktionieren die Dinge dann nicht so. Wer hat es noch nicht erlebt. Du bist deiner Meinung nach vom sozialen Status mehr in Richtung A-Wolf als der andere, aber die Frau die du begehrst zieht komischerweise mit ihm los. Bei dir bleibt nur die Frage, was findet die denn an dem.

Anderes Beispiel. Dein Boss zieht einen Kollegen vor, der nicht solange in dem Betrieb wie du arbeitet, auch nicht über soviel Erfahrung verfügt und auch vom Ausbildungsstatus oder Know how her nichts Besseres als du vorweisen kann. Trotzdem kriegt er die Aufgaben, die du doch eigentlich verdient hättest. Meistens liegt diesem ein leises Geheimnis zugrunde. Der andere hat einfach ein größeres Selbstwertgefühl als du, was auf einer Natürlichkeit basiert. Er hat es einfach, obwohl sein Status was anderes erzählt.

Ich habe in meinem Leben lange danach gesucht. Immer und immer wieder, wie ich heute erkenne. Nach diesem so erstrebenswerten Ding: Autorität. Macht. Etwas darstellen. Wer sein. Wertvoll sein.

Warum?

Es macht attraktiv. Die Frauen fliegen auf einen. Du bist erfolgreich in deinem Leben. Du stellst etwas da und der Teppich rollt sich dir aus, weil du es einfach bist. Der Mega-Mensch. Der Typ. Einfach der Mann.

Ich habe Kampfkunst geübt, um ein Krieger zu sein- ein sehr archaisches männliches Denken. Ich habe meinen Geist in Konzentration und suggestiven Fähigkeiten geübt. Mir Know how verschafft, die mir in meinen Job weiterhalfen. Wissen in allen möglichen Disziplinen angeschafft. Wissen ist Macht. Ich wollte einfach gewinnen. Das schon erwähnte A-Wolf-Syndrom halt. Trotz all diesen Versuchen hörte das Rennen nicht auf. Eine ewige Hatz. Es blieb immer dieses Gefühl, es reicht nicht. Noch nicht geschafft. Da fehlt noch was.

Aber was?

Eines Tages dann hatte ich eine Eingebung, als ich mal wieder über das Wort Selbstwert nachdachte. Ich meditierte eingehend darüber. Und auf einmal war es da. Es war ganz einfach:

Selbstwert. Werte dich selbst. Du wertest dich selbst.

Ich realisierte, es gibt nichts von außen, dass dir die Qualität des Selbstwertes garantieren kann. Auch permanente Gewinner verlieren irgendwann mal wieder. Ich habe steinreiche Leute getroffen. Da war z.B. einer Arzt. Er hatte mehrere Häuser, Aktienanteile, war Mitteilhaber an einer Fabrik. Trotzdem hatte er rasende Angst irgendwann auf Sozialhilfe zu landen, nichts mehr zu sein. Dann wäre er auf einmal nichts mehr wert. Das Unglück würde seinen Lauf nehmen. Fand ich damals als einfacher Angestellter bemerkenswert.

Selbstwert. Du wertest dich selbst. In dem Wort schon liegt das ganze Geheimnis.

Also, die Konsequenz: Hör auf dich selbst negativ zu werten. Misstraue Suggestionen von außen, die ein schlechtes Gefühl in dir hervorrufen. Wertschätze dich einfach so wie du bist.

Egal ob du Obstverkäufer, Blogger oder Geschäftsführer bist. Wertschätze dich einfach so wie du bist.

Es genügt einfach aufmerksam sich selbst gegenüber zu werden. Beobachte deine Gedanken, deine Gefühle die die Gedanken begleiten. Deine Worte. Gestalte sie positiv.

Rufen sie ein gutes Gefühl in dir vor. Und dann sei konsequent. Lass deinen positiven Gedanken Taten folgen, lauf nicht Negativ-Programmen hinterher.

Nochmal: WERTSCHÄTZE dich einfach so wie du bist. Du selber bist der Wert. Und der kommt von dir. Aus dir. Es ist in dir. Du bist das Urteil und der Richter deiner Selbst. Du bist der Gott, der die Qualität deines Lebens schafft. Es ist ein abstrakter Wert, nur von dir geschaffen. Du definierst die Qualität, den Wert von dir. Niemand anderes.

Als ich das erkannte und mir immer wieder vor Augen führte, geschah ein Wunder in meinem Leben. Es war als würde ich auf einen unsichtbaren Thron gehoben. Alles funktioniert auf einmal ziemlich reibungslos. So wollte ich eine Gehaltserhöhung, ich bekam sie. Wie selbstverständlich forderte ich bei meinem Boss neue Herausforderungen, interessantere Aufgaben im Job ein und bekam sie. Es gab kein Kämpfen mehr. Hatte ich Hunger auf Frau- bis zu diesem Zeitpunkt war ich lange alleine-, tauchten sofort diverse in der Realität auf. Oft konnte ich wählen.

Interessanterweise aber auch passierte etwas anderes. Viele Autoritäten wie Chefs, Abteilungsleiter, führende Personen usw.. fingen mit mir Konflikte an. Kleine Machtspielchen, unendliche Besserwisserdiskussionen. Immer eigentlich der gleiche Hintergrund: Wer von uns beiden ist jetzt der A-Wolf?

Ich erkannte, dass sie alle trotz ihrer Positionen eines noch nicht realisiert hatten. Etwas was ich gefunden hatte:

Den wahren Selbstwert.

 

 

Foto: © pixabay.com – terimakasih0

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Über den Autor

Rai Schrader

Rai Schrader arbeitet als Tontechniker und nebenbei als freischaffender Autor. Er bezeichnet sich als Utopisten. Außerdem ist er der Meinung, dass „Gut drauf sein“ einer der besten Dinge ist, die es auf der Welt gibt.



One Response to Selbstwert

  1. Stephan Wiese says:

    Hai Rai (schöner Reim).
    Ich dachte bis zum Schluss, du hättest den Text irgendwo herkopiert. Dann lese ich unten, dass du ihn selbst geschrieben hast.
    Wunderbar, viel Wahres dran.
    Gruß Stephan, der der E- Kartbahn immer näher kommt.

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