Life & Fun Frau im Dunkeln auf der Straße

Published on Januar 30th, 2016 | by Sebastian D.

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Selbstverteidigung im Alltag – Effektiver Schutz vor Übergriffen

Das Thema Selbstverteidigung ist in den Zeiten steigender Kriminalität absolut aktuell und mittlerweile für jedermann von Belang. Besonders, wenn man in einer Großstadt lebt, wo viele Menschen auf engem Raum sind, ist es wichtig, sich im Ernstfall wehren zu können. Auch um die Freundin oder Frau zu beschützen ist es natürlich erforderlich vorteilhaft die richtige Ausrüstung dabei zu haben. Dabei gibt es verschiedenste Arten, wie man sich im Fall der Fälle vor einem feindlichen Angriff verteidigen kann.

Manch einer beherrscht eine Kampfkunst wie Wing Tsun oder ein Selbstverteidigungssystem wie Systema und ist auf diese Art und Weise bereits gut gegen einen Angreifer gewappnet. Längst nicht jeder hat jedoch diesen Vorteil und viele sind im Ernstfall einem Angreifer schutzlos ausgeliefert. Dabei gibt es einige nützliche Tipps und Gadgets, mit denen man sich verteidigen kann, wenn es um Leib und Leben geht.

Nicht alle Hilfsmittel zur Selbstverteidigung sind jedoch gleich zu behandeln. Während es in manchen Staaten der USA an der Tagesordnung ist, mit einer Schusswaffe zivil unterwegs zu sein, schiebt der deutsche Staat einer Bewaffnung von Privatpersonen einen empfindlichen Riegel vor. Schnell macht man sich beim Führen einer Waffe strafbar, auch wenn diese nur und ausschließlich der eigenen Verteidigung dient. Wenn eine belegbare Notwendigkeit für eine derartige Selbstverteidigungsmöglichkeit besteht, kann man einen Antrag auf das Tragen einer Handfeuerwaffe bei der Waffenbehörde des Bundeslandes stellen. Um diese dann auch korrekt einsetzen zu können ist die richtige Handhabung und Ausbildung hier natürlich essenziell.

Revolver

CS-Gas und Pfeffersprays als Mittel zur Verteidigung

Frei verkäuflich und absolut effektiv sind allerdings Reizsprühgeräte. Hier gibt es zum einen jene, die Tränengas* (CS-Gas) versprühen und für die Notwehr gegen Menschen gedacht sind und zum anderen Pfeffersprays* gegen Tierangriffe. Sind diese im deutschen Handel erhältlich, müssen sie zuvor ein Prüfverfahren durchlaufen, welches sicherstellt, dass sie gesundheitlich unbedenklich sind. Das Reizgas sollte aus nächster Nähe gegen einen Angreifer eingesetzt werden.

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Man besprüht Augen- und Nasen-, sowie Mundpartie und macht bestenfalls eine Kreisbewegung, die den Angreifer abwehrt. Eine Entfernung von maximal drei bis vier Metern je nach Sprühstärke sollte man jedoch nicht überschreiten, da sonst die Effektivität nicht mehr gewährleistet ist. Natürlich spielt auch Wind eine Rolle, weshalb viele Leute mit einem Pfefferspray-Schaum* (Foam) oder -Gel* besser beraten sind.

Vorsicht jedoch bei Veranstaltungen: Hier ist das Führen nicht erlaubt! Der Einsatz gegen Menschen ist außerdem nur in absoluten Notwehrsituationen erlaubt und auch nur dann, wenn das Pfefferspray auch für den Einsatz gegen Menschen zugelassen ist. Für die Tierabwehr gedachte Sprays* sind übrigens höherdosiert und stärker als das CS-Gas. Diese können durchaus mithalten mit den Sprays, wie sie auch die Polizei in den USA einsetzt. Diese können nur dann in Notsituationen eingesetzt werden, sofern keine andere Möglichkeit zur Abwendung des Angriffes besteht, wobei hier natürlich immer die Gerichte den Umständen entsprechen urteilen. Auch der Bereithaltegrund ist entscheidend, also weshalb man das Spray mit sich führt. Natürlich sollte dieser in der Abwehr von Tierangriffen liegen.

Spezielle Handschuhe als Schlagwaffen

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Zum Schlagen verwenden einige Leute Quarzsandhandschuhe*, da diese die Härte des Schlags und somit die Effektivität erhöhen und zugleich die eigene Verletzungsgefahr minimieren. Hier sollte man jedoch beachten, dass ein gezielter Schlag ernsthafte Verletzungen hervorrufen kann. Deswegen ist der Einsatz absolut nur in Notsituationen gerechtfertigt. Andernfalls macht man sich der gefährlichen Körperverletzung strafbar.

Das längere Tragen der Handschuhe könnte jedoch unangenehme Verspannungen in der Schulterpartie hervorrufen, da sich das erhöhte Gewicht am Arm nach einer Weile durchaus bemerkbar macht. Außerdem kann nur ein im Nahkampf geschulter Verteidiger wirklich etwas damit anfangen.

Dasselbe gilt für Stahlkappenschuhe*. Ein Tritt mit einer Stahlkappe kann leicht einen Knochenbruch zur Folge haben. Heute werden Stahlkappen vor Allem in Sicherheitsschuhen verwendet, die beispielsweise in Industriebetrieben Vorschrift sind. Hier gibt es auch Schuhe, welche von gewöhnlichen Business Casual Schuhen* oder Sportschuhen*  fast nicht mehr zu unterscheiden sind. Zur Selbstverteidigung im Alltag sind diese jedoch nur bedingt geeignet. Im Notfall kann ein Tritt mit einem Stahlkappenschuh durchaus einen feindseligen Angriff abwehren und den Angreifer außer Gefecht setzen. Nachdem dieser abgewehrt wurde, ist aber aus rechtlicher Sicht der weitere Einsatz dieser Schuhe absolut tabu. Ein Tritt im Rahmen der Notwehr bzw. Nothilfe wird wahrscheinlich vor Gericht anerkannt. Eine Überschreitung oder gar ein ungerechtfertigter Angriff jedoch würde die Schuhe als sogenannten gefährlichen Gegenstand qualifizieren, der im Strafrecht einer Waffe gleichsteht. Damit würde man sich selbst strafbar machen.

Sind die Stahlkappen übrigens sehr schwer wie z.B. bei den sogenannten Springerstiefeln, dann wird auch das Weglaufen vor einer Gefahr erschwert. Außerdem signalisiert das Tragen derartiger Stiefel in der Regel eine aggressive Haltung, was besonders bei Gesetzeshütern und Richtern nicht gut ankommen würde.

Defensive Selbstverteidigungsgadgets

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Schlüsselalarme* sind günstig zu haben und können, besonders für Frauen, oft effektiv sein. Studien haben jedoch gezeigt, dass ein solcher Alarm nicht unbedingt Mitmenschen zum Helfen verleitet, sondern oftmals nicht weiter beachtet wird. Zur Selbstverteidigung können sich Taschenalarme trotzdem bedingt eignen, da mancher Täter sich mit Sicherheit von seinem Vorhaben abbringen lässt, wenn er um seine Entdeckung fürchten muss. Um einen Angriff zuverlässig abzuwehren, eignen sich jedoch trotzdem eher offensivere Methoden.

Am Besten ist man jedoch immernoch beraten, wenn man gefährliche Ecken meidet, Konfliktherden aus dem Weg geht und sich kundig macht über Deeskalationstechniken. Es gibt hervorragende Literatur zu dem Thema Psychologie und Sicherheit auf der Straße wie z.B. die folgenden Werke des Straßenkampf-Experten Marc MacYoung:

Billige Tricks, Hinterhalte und andere Lektionen: Ein grundlegendes Handbuch über die Selbstverteidigung und das Überleben*

Fäuste, Grips und eine knackige Rechte: Wie man auf der wilden Seite der Strasse überlebt*

Gewalt, Schnitzer und gebrochene Kiefer: Fortgeschrittene Aufmerksamkeitstechniken und Verhaltensregeln für die Strasse*

Strassen A & E : Ausweichen, Entkommen und andere Methoden, um Deinen Hintern zu retten, wenn die Dinge ungemütlich werden*

Ebenso sorgt ein ruhiges und entspannes Miteinander oft dafür das brenzlige Situationen gar nicht erst entstehen.  Doch natürlich macht man niemals einen Fehler, wenn man sich stets entsprechend wappnet. Oder um Sicherheitsguru Marc MacYoung zu zitieren:

„There is no reason to live in fear of crime and violence. There is however reason to take reasonable precautions. And in doing so, you will have deterred most criminals from choosing you as their victim.“

 

 

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Dieser Artikel erhebt nicht den Anspruch einer rechtlichen Beratung und alle Angaben sind ohne Gewähr.

Fotos:

© photodune.net bialasiewicz

© pixabay.com –stevepb

 


Über den Autor

ist ein absoluter Fitness-Freak und Kampfkunst-Fanatiker. Wenn er nicht gerade Artikel für mannblogger schreibt, ist er an den Stränden Europas bei seinen drei Lieblingstätigkeiten zu finden: Trainieren, Surfen und Feiern.



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