Fitness & Sport

Published on September 14th, 2014 | by Sebastian D.

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Kampfkunst-Trend: Silat oder auch Pencak Silat

Die asiatische Kampftechnik Silat oder auch Pencak Silat beschreibt den neuesten Trend in Sachen Kampfkunst oder Kampfsportarten. Diese faszinierende Technik entstand durch die Symbiose aus diversen Selbstverteidigungssystemen sowie Jagd- und Kampftechniken. Indische Siedler, die sich im 10. Jahrhundert vor Christus auf dem Malaiischen Archipel niederließen, haben ihre Kampfkunst mit den Jagd- und Kampftechniken der ortsansässigen Volksgruppen verbunden und damit diese neue Technik geschaffen. Das war die Geburtsstunde des Pencak Silat.

Viele Varianten durch weltweite Einflüsse

Mittlerweile wird Pencak Silat immer noch vor allem im asiatischen Raum praktiziert. In Indonesien, Malaysia, Singapur, Brunei, Thailand und den südlichen Philippinen ist die Technik weit verbreitet. Durch den Einfluss benachbarter Länder, den Einwanderern aus China, den Handelsbeziehungen in den arabischen Raum, der Kolonialzeit unter Portugal und Holland und durch die Besatzung durch Japan sind mittlerweile mehr als 800 Einzelstile vorhanden.

Die Basis des Pencak Silat ist das dynamische Setia Hati. Dieses zeichnet sich durch reflexartige Angriffs- und Abwehrkombinationen aus. Diese werden langsam ausgeführt und haben dazu einen fast tänzerischen Charakter. Setia Hati diente dem Zweck mit möglichst wenig Kraftaufwand einen oder mehrere Gegner schnell und nachhaltig kampfunfähig zu machen. Vor allem im indonesischen Unabhängigkeitskrieg kam bereits die heutige Form zum Einsatz. Pencak Silat beinhaltet eine Vielzahl an Block-, Schlag-, Tritt-, Stoß-, Hebel-, Wurf- und Waffentechniken.

Für den direkten Nahkampf wird vorwiegend Cimande einstudiert. Hierbei dominieren Schläge, Stöße und Hebel, welche mit perfiden Schrittfolgen kombiniert werden. Cimande ist geprägt durch Kuntao. Das sind ostasiatische Kampfkünste mit hauptsächlich chinesischem Ursprung.

Körper und Geist sollen vereint werden

Die Grundlage von Pencak Silat basiert auf festgelegten Bewegungsabläufen, den sogenannten Jurus. Pencak Silat entstand in Tradition von hinduistisch-buddhistischer Lehre. Es sollen nicht nur Grundlagen der Selbstverteidigung erlernt werden, sondern auch die körperlichen und geistigen Fähigkeiten sollen verbessert werden. In Gruppen- und Partnerübungen werden typische Angriffs- und Abwehrsituationen eingeübt. In variablem Tempo und bei wechselnder Intensität. In der Regel wird auch nur im Leichtkontakt geübt und bei besonders gefährlichen Techniken soagr nur andeutungsweise. So sollen sie verinnerlicht und im Notfall einfach abgerufen werden können. Zudem wird in den Gruppen- und Partnerübungen auch die Kraft, die Ausdauer, die Schnelligkeit, die Motorik, die Mobilität, der Gleichgewichtssinn, das Reaktionsvermögen, die kognitive Kapazität und das Konzentrationsvermögen trainiert. Das Training dient somit der Verbesserung der körperlichen und geistigen Fähigkeiten.

Um Pencak Silat auszuüben sind keine Vorkenntnisse und auch keine spezielle Fitness notwendig. Sämtliches Wissen wird im Laufe des Trainings vermittelt und die notwendige Fitness wird nach und nach aufgebaut.

 

Fotos: © photodune.net – mamopictures


Über den Autor

ist ein absoluter Fitness-Freak und Kampfkunst-Fanatiker. Wenn er nicht gerade Artikel für mannblogger schreibt, ist er an den Stränden Europas bei seinen drei Lieblingstätigkeiten zu finden: Trainieren, Surfen und Feiern.



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