Fitness & Sport Aikido Training

Published on Februar 25th, 2014 | by Sebastian D.

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Kampfkunst-Trend: Aikido

Das Aikido ist eine der japanischen Kampfkünste, zu dessen Charakteristika es gehört, nicht auf martialische Angriffstaktiken, sondern auf eine bewusst defensive Strategie der Selbstverteidigung zu setzen. Es wird oft als innere Kampfkunst klassifiziert, bei welcher es auf die Harmonisierung der Beziehung zwischen Körper und Geist ankommt. Hierbei spielt auch die Entwicklung der eigenen Lebensenergie (dem Chi/Ki) eine bedeutende Rolle.

Geschichtliches

Die entsprechenden Techniken wurden von dem Japaner Ueshiba Morihei um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert entwickelt. Erst nach dem Ersten Weltkrieg kam die Bezeichnung Aikido in Gebrauch unter welcher sie heute weltweite Bekanntheit erlangt hat. Im Gegensatz zur landläufigen Vorstellung, wonach japanische Selbstverteidigungs-Taktiken meist auf eine jahrhundertelange oder sogar Jahrtausende währende Tradition zurück blicken, wurde das Aikido erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts, quasi als eine Art Synthese verschiedenster Budo-Techniken entwickelt. Zu den Intentionen der Selbstverteidigungs-Kunst des Aikido zählt es dabei, einen angreifenden Gegner zunächst abzuwehren, um ihn dann durch spezielle Wurf- und Haltetechniken temporär kampfunfähig zu machen.

Die Philosophie des Aikido

Die Philosophie des Aikido setzt dabei keinesfalls auf den offenen Angriff, sondern vielmehr auf Abwehr und Sicherung des Gegners durch Werfen und Halten. Dahinter steht die grundsätzlich friedliche und defensive Philosophie und Geisteshaltung, die das Aikido den Schülern zu vermitteln sucht. Anfänger erlernen alle Griffe, Würfe und Übungen in einer ballettartigen Choreografie, ehe sie dann im Rahmen des Randori, also des spielerischen Kampfes, geübt und gefestigt werden. Angriffe möglicher Gegner sollen beim Aikido auch nicht durch martialisches Blocken oder Kontern, sondern durch eine defensiv motivierte Kontrolle der Schlag-, Tritt- oder Stoßenergie eines Angreifers kontrolliert und dadurch wirkungslos gemacht werden. Ein gern zitiertes sprachliches Bild ist daher bei vielen Aikido-Trainern der Vergleich zwischen der zierlichen Trauerweide und der robusten und kräftigen Eiche. Während letztere im Sturm brechen kann, besitzt die Trauerweide die Fähigkeit, sich unter dem Druck des Sturmes zu biegen und ihm Dank dieser unglaublichen Flexibilität letztendlich widerstehen zu können. Seit etwa 1960 ist die Technik des Aikido auch in Deutschland bekannt. Im internationalen Rahmen wird die friedfertige Kampfkunst heute im Rahmen von 6 Kontinentalverbänden praktiziert. Die stete Gewährung von körperlicher Unversehrtheit eines Gegners gehört zu ihren beachtenswerten Prinzipien von Fairness und Ritterlichkeit.

Foto: © novoselov / Fotolia.com

 


Über den Autor

ist ein absoluter Fitness-Freak und Kampfkunst-Fanatiker. Wenn er nicht gerade Artikel für mannblogger schreibt, ist er an den Stränden Europas bei seinen drei Lieblingstätigkeiten zu finden: Trainieren, Surfen und Feiern.



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