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Published on Dezember 18th, 2014 | by Sebastian D.

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Erfolgreiche Deeskalation – Wie man einer Schlägerei aus dem Weg geht

In der heutigen Zeit ist es fast schon normal, das an der U-Bahn Station jemand zusammen geschlagen wird. Umso wichtiger ist es zu wissen, wie man sich in solchen Situationen richtig verhält.

Oft ist unklar, wie man sich im ersten Moment verhalten soll und somit einer Schlägerei aus dem Weg geht. In diesem Artikel wird erklärt, wie es funktioniert.

Einfacher geht’s nicht

Vor allem bei stark alkoholisierten Personen eignet es sich, einfach wegzugehen. Klingt zwar komisch, aber funktionieren tut es ideal.

Wenn man weiß, dass es sich um gewaltbereite Menschen handelt, werden jegliche Deeskalationsversuche ohnehin keinen Erfolg haben.

Wer einfach weg geht, hat bereits einige Meter Vorsprung. Sollten die Personen hinter her gehen, einfach zum nächsten öffentlichen Platz laufen.

Mitmenschen ansprechen

Mitmenschen sind der perfekte Schutz vor einer Schlägerei. Man muss die Personen direkt ansprechen:

“Hey, du mit der Cap, Hilfe!”

Je mehr Helfer man anspricht, desto geringer ist die Chance einer Schlägerei. Die allgemeine Zivilcourage lässt zu wünschen übrig. Schließlich fühlt sich niemand dafür verantwortlich, denn es könnten auch andere helfen. Doch wenn man jemanden direkt anspricht, fühlt er oder sie sich verantwortlich.

Einfach lautstark schildern, dass man verfolgt wird und auf die jeweiligen Personen zeigen. Wer nicht aktiv wird, dem wird leider nur selten geholfen.

Der Klügere gewinnt

Sollte man sich auf eine Diskussion, wenn man es denn so nennen kann, einlassen, ist Vorsicht geboten. Die Provokationen des Gegenüber dürfen auf keinen Fall erwidert werden, denn genau darauf zielen es die Täter ab.

Stattdessen sollte man sie einfach hinnehmen. Zwar ist es nicht sinnvoll, aggressiv zu reagieren. Schüchtern und kleinlaut zu sein, ist aber auch keine Alternative. Gewaltbereite Menschen lassen sich gut mit der Tierwelt vergleichen. Wer nach Beute aussieht, wird auch als solche behandelt.

Deshalb sind ein gewisses Selbstbewusstsein und eine aufrechte Körperhaltung die minimalen Grundvoraussetzungen, um sicher aus der Situation zu gelangen.

Es kann durchaus helfen, sich auf das “Niveau” der Betroffenen Personen zu begeben. Hierbei sind keine Beleidigungen gemeint, sondern eher der Jugend Slang und ein lässiges Auftreten.

Das richtige Auftreten

Neben dem Gesagten zählt vor allem die Körpersprache. Beruhigende Worte bringen nichts, wenn aggressiv gestikuliert. Die gesamte Körperhaltung sollte entspannt, aber auch selbstbestimmt wirken.

Auch die Sprechgeschwindigkeit spielt eine große Rolle und sollte der Geschwindigkeit des Gegenübers angepasst werden. Jemand der sich in Rage redet, wird durch langsames Reden eher aggressiv und gewalttätig.

Prävention

Einer Schlägerei geht man am besten aus dem Weg, indem man sie gar nicht erst entstehen lässt. Aggressionen kommen nicht aus dem Nichts. Das heißt, der oder die Täter sind generell schon aufgebracht und teilen dies Ihrer Umwelt oft lautstark mit. Dieses Phänomen lässt sich vor allem abends und nachts an vielen Bahnhöfen entdecken.

Die sinnvollste und einfachste Vorsichtsmaßnahme ist es, bereits bei den ersten Merkmalen von gewaltbereiten Personen aufmerksam zu werden und diese richtig zu deuten. So kann man sich bereits im Voraus von den Personen entfernen. Zumindest der schnelle Griff zum Handy sollte möglich oder ein Fluchtweg vorhanden sein. Man sollte keinen direkten Augenkontakt zu aggressiven Personen aufnehmen, sie aber auch nicht aus dem Auge verlieren und achtsam sein. Oft kommt der erste Schlag unvorhergesehen und ohne scheinbaren Grund.

Die vier Phasen

Eine Eskalation besteht aus vier Phasen, an denen man sich orientieren kann. Bei der ersten, visuellen Phase, versucht der Täter Augenkontakt aufzunehmen. Hierbei schätzt er sein Opfer ein und versucht erste Aggressionen zu zeigen. Wegschauen bedeutet Unterwürfigkeit und Angst, aber Anstarren ist auch keine Alternative. Die Lösung ist es, horizontal an der Person vorbeizuschauen, sodass man sie nur im Augenwinkel sieht. So wirkt der Blick selbstbestimmt, sicher und souverän. Und das ganz unterbewusst, sodass man automatisch aus dem Beuteschema fällt.

Eine andere Lösung die z.B. Systema-Trainer wie Vladimir Vasiliev empfehlen ist folgender: Weder nach unten schauen, noch direkt in die Augen, sondern leicht über den Kopf hinweg. Dadurch behält man zum einen den Überblick, falls noch andere Angreifer kommen, da man nicht zu sehr fokussiert ist und wirkt gleichzeitig auch nicht unterwürfig.

Als nächstes folgt die verbale Phase mit Beleidigungen und Provokationen. Diese kann auch über längere Distanzen erfolgen. Man sollte generell einem Gespräch aus dem Weg gehen. Ist dies nicht möglich, sollte die Ansprache mit Sie erfolgen. So baut sich eine gewisse Distanz auf und Mitmenschen wissen, dass es sich um keine Auseinandersetzung zwischen Bekannten handelt. Erst bei der territorialen Phase tritt der Täter näher und greift zu erster körperlicher Gewalt. (anrempeln, schubsen etc.)

An dieser Stelle gibt es nur noch zwei Möglichkeiten. Weglaufen, Hilfe suchen oder den Täter mit einem unerwarteten Schlag zu überraschen.

 

Foto: © photodune.net – Phovoir


Über den Autor

ist ein absoluter Fitness-Freak und Kampfkunst-Fanatiker. Wenn er nicht gerade Artikel für mannblogger schreibt, ist er an den Stränden Europas bei seinen drei Lieblingstätigkeiten zu finden: Trainieren, Surfen und Feiern.



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