Life & Fun Mörder mit Pistole

Published on Mai 28th, 2014 | by William B. Desmond

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Elliot Rodger – ein Mörder, der gerne ein Alphamann sein wollte

Isla Vista ist eine Gemeinde bei Santa Barbara und liegt rund 150 Kilometer von Los Angeles entfernt. Der Ort steht unter Schock. Der Amoklauf von Elliot Rodger reiht sich in die lange Geschichte der Amokläufe in den USA ein. Der Todesschütze war schon längere Zeit im Visier der Polizisten. In der Tatnacht eilten sie zum Unglücksort, damit sie den Amoklauf verhindern – doch die Uniformierten kamen zu spät. Hätte der Amoklauf von Elliot Rodger verhindert werden können?

Kurz vor dem Amoklauf ihres Sohnes, hörten die Eltern von seinen Mordabsichten. Sie versuchten ihn zu finden, schalteten die Polizei ein. Jedoch kamen sie zu spät. Elliot Rodger tötete sieben Menschen einschließlich sich selbst- 13 weitere Personen wurden schwer verletzt. Vor seinem Verbrechen verfasste der 22-jährige Student aus Kalifornien ein „Manifest“ mit rund 140 Seiten. Seine Mutter informiert die Polizei, fährt mit ihrem Mann nach Isla Vista, doch schon auf dem Weg nach Isla Vista erhalten sie eine Meldung über das Radio: Ein Amokläufer tötet bereits zwei Menschen.
Elliot Rodger erstach zuerst seine beiden Mitbewohner und einen der Freunde. Danach fuhr er zu einer Studentinnenverbindung, trommelte minutenlang an die Tür – doch diese reagierten nicht. Am Gehweg entdeckt er drei Studentinnen – er schießt auf sie. Veronika Weiss, 19 Jahre alt und Katherine Cooper, 22 Jahre alt, sterben noch am Tatort. Eine Freundin überlebt. Rodger sitzt im Auto. Er schießt weiter auf Fußgänger und auf Geschäfte. Die Beamten treffen ein – ein mehrminütiger Schusswechsel ist die Folge. Er kracht in einen Wagen und nimmt sich dann mit einem Kopfschuss das Leben. Er flüchtet dadurch vor den Konsequenzen.

Der Sheriff gab an, dass in Rodgers Wagen drei halbautomatische Waffen lagen. Dieser kaufte sich der Amokläufer in drei verschiedenen Städten – legal. Insgesamt waren noch rund 400 Schuss Munition im Wagen. Hätten die Beamten nicht reagiert und Rodgers gestoppt, wäre das Blutbad schlimmer ausgefallen. Rodger kündigte seine Tat bereits in seinem Manifest an. Peter Rodger – Vater des Amokläufers und Regisseur („Die Tribute von Panem“) – verständigte schon vor Wochen die Polizei. Er entdeckte Videos von seinem Sohn im Internet. Dort sprach Elliot über Mord und auch Selbstmord. Die Polizisten besuchten daraufhin Elliot und stellten ihn zur Rede. Doch Elliot machte nicht den Eindruck, dass er Probleme hätte. Im Gegenteil. Laut dem Anwalt der Familie wirkte Elliot höflich und etwas schüchtern; das bestätigten auch die Polizisten.

Das letzte Video – „Vergeltung“ – veröffentlichte Elliot Rodger in der Tatnacht. Hier vermittelt er alles andere als ein freundliches und höfliches Bild. „Ich nehme Rache an der Menschheit“, verkündet er in seinem Video. Er spricht davon, dass er nie dee Gelegenheit hatte, lieben zu können; auch beteuert er nie Geschlechtsverkehr gehabt zu haben. „Wenn ich euch Mädchen nicht haben kann dann vernichte ich euch – es wird mir Spaß machen euch abzuschlachten“ und „Ich bin der wahre Alphamann“ sagt er.

Elliot Rodgers Bild von der Welt

In seinem Manifest beschreibt er nicht nur seine Pläne, sondern erklärt auch seine Motive. Er drückt darin seinen abgrundtiefen Frauenhass aus und spricht von seinem traurigen Leben, in welchem er sich als sozialer Versager darstellen will. Doch sind ihm auch jene Männer zuwider, welche anscheinend mit Leichtigkeit eine Freundin finden. Als er im Internet auf die Pickup-Szene trifft, sind ihm diese Verführungskünstler zuwider. Anstatt zu erkennen, dass diese Verführer Kerle wie er selbst sind, die es durch mühevolle harte Persönlichkeitsentwicklung zu einem Alphamann gebracht haben, entscheidet er sich dafür sich als Opfer zu betrachten. Er ist Narzisst und sieht es nicht ein, dass er sich ändern muss um Erfolg beim anderen Geschlecht zu haben. Das er Selbstbewußtsein und soziale Fähigkeiten entwickeln und seine Schüchternheit ablegen muss. Nein, er ist ein reiches verwöhntes Kind, welches ernsthaft erwartet durch eine 300$-Sonnenbrille von Armani und einen schwarzen BMW das Privileg zu haben, hunderte von hübschen Blondinnen flachzulegen. Seinen Frust lässt er unter anderem auf „PuaHate.com“ aus [1]. Ein Internetforum, das vor allem Männer aufsuchen, welche der Pickup-Bewegung feindlich gegenüber stehen. In dem Forum wird propagiert, dass gutes Aussehen und Geld der vornehmliche Weg zum Erfolg bei Frauen sind. Seit dem Amoklauf existiert die Seite nicht mehr im Internet.

Natürlich versuchte die Presse durch den Vorfall wieder einmal die Pick-up-Szene in Verruf zu bringen und spielte dadurch Leuten wie Rodgers durch absolute Ahnungslosigkeit in die Hände:

    • The American Prospect: How ‚Pick-Up Artist‘ Philosophy and Its More Misogynist Backlash Shaped Mind of Alleged Killer Elliot Rodger (http://prospect.org/article/how-pick-artist-philosophy-and-its-more-misogynist-backlash-shaped-mind-alleged-killer)
    • Dailymail: Women-hating ‚Pick-Up-Artist‘ groups laud the ‚virgin killer‘ for his vile and murderous comments online (http://www.dailymail.co.uk/news/article-2638950/Women-hating-Pick-Up-Artist-groups-laud-virgin-killer-vile-murderous-comments-online.html)
    • Sydney Morning Herald: Elliot Rodger and the creepy world of the pick-up artist (http://www.smh.com.au/world/elliot-rodger-and-the-creepy-world-of-the-pickup-artist-20140528-zrqg1.html)

Das Magazin Vice war so einsichtig und editierte später ihren Artikel, aber in der URL lässt sich der Original-Titel noch lesen „http://www.vice.com/read/elliot-rodgers-online-life-provides-a-glimpse-at-a-hateful-group-of-pick-up-artists“. Anstatt sich Vice jedoch für den Fehler gegenüber der Community entschuldigte, rechtfertigte man sich mit folgender Aussage: „Their community still subscribed to many of the basic PUA principles, however.“ [2]

Hätte Rodger überlebt hätte er wahrscheinlich eine sehr lange Zeit im Gefängnis verbracht oder wäre hingerichtet worden. Ein Mitglied des Bodybuilding-Forums, in dem Rodgers angemeldet war, drückt es folgendermaßen aus: „To bad you died you would have lost your virginity in prison“ [3]. Andererseits hätte er wohl auch massig Fanpost von Frauen bekommen, wie es schon bei Mördern wie Richard Ramirez oder Charles Manson (der im Alter von 79 Jahren immerhin eine 25 Jahre alte Freundin hat – siehe hier) der Fall war. Dadurch wäre sein Traum von einer Freundin dann wohl doch noch in Erfüllung gegangen.

 

 

Quellen:

1- http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:-cIIK5knI_cJ:puahate.com/member.php%3Fu%3D14107+&cd=1&hl=en&ct=clnk&gl=ca&client=firefox-a – abgerufen am 28.05.2014 10:56 Uhr

2 – http://www.vice.com/read/elliot-rodgers-online-life-provides-a-glimpse-at-a-hateful-group-of-pick-up-artists – abgerufen am 28.05.2014 10:56 Uhr

3 – http://bodyspace.bodybuilding.com/ElliotRodger/ – abgerufen am 28.05.2014 10:56 Uhr

 

Foto: © freeimages.com – Rotorhead


Über den Autor

ist ein begeisterter Lebens- und Verführungskünstler, der die meiste Zeit des Tages der persönlichen Weiterentwicklung widmet. Getreu dem Motto Johann Wolfgang von Goethes: "Es ist nicht genug zu wissen, man muß es auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muß es auch tun."



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